Geiseltalsee
Leipziger Neuseenland
Sachsen-Anhalt

Der Geiseltalsee ist ein ehemaliges Braunkohletagebaurestloch in Sachsen-Anhalt, heute jedoch der größte künstliche See Deutschlands und einer der 10 wasserreichsten Seen Deutschlands. Auf Grund der großen Fläche ist der Geiseltalsee besonders attraktiv zum Segeln, weslhalb zwei Marinas, in Mücheln und Braundsbedra entstanden sind. Das Wasser ist sehr klar, Taucher haben bis zu 10m Sicht. Zum Tauchen ist eine Anmeldung an der Tauchstation Pflicht. Es gibt einen öffentlichen Badestrand (Textil und FKK) mit Beachvolleyballfeldern, Spielplatz und Strandbar auf der Halbinsel Ströbnitz und einen weiteren in Frankleben.

Mit den Inseln und einer Halbinsel und Landschaftshöhen von bis zu 100 m über der Wasseroberfläche bietet der Geiseltalsee abwechslungsreiche Aussichten und unterschiedliche Blickwinkel. Diese können bei einem Tagesausflug rund um den See auf dem 28 km langen asphaltierten Wirtschaftsweg für Wanderer, Nordic-Walker, Inline-Skater und Radfahrer am besten genossen werden. Man kann auch ein Teil der Stecke oder bei schlechten Wetter die ganze Rundfahrt mit dem Geiseltalexpress zurücklegen. Die zweistündige Rundfahrt vermittelt Wissenswertes über die Entwicklung und Entstehung des Geiseltalsees. Die Stopps an den interessanten Punkten laden zum kurzen Verweilen ein oder bieten die Möglichkeit eines längeren Aufenthalts und Weiterfahrt mit der nächsten Bahn.

Der Rundweg führt an allen drei 14 m hohen Aussichtstürmen vorbei. Einen besonders beeindruckenden Blick genießt man bei Speis und Trank von der Straußenwirtschaft des Weinberges „Goldener Steiger“. Am Wochenende und in der Ferien werden die lokal am See angebauten Weine sowie kleine dazu passende Speisen angeboten. Die  Anziehungspunkte am Rundweg entgegen dem Uhrzeigersinn (empfohlene Richtung von der Marina Mücheln aus)

  • In Mücheln die Marina (Restaurants und Biergarten, Boots- und Fahradausleihe, maritimes Ambiente)
  • In Krumpa das Arboretum Geiseltal-Urpferdchen (ein 700m langer Irrgarten auf 2500qm mit 4000 Hainbuchpflanzen in der Form des berühmtestens Fossilfundes des ehemaligen Tagebaus dem Geiseltal-Urpferdchen - angelegt durch die Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle/Saale)
  • In Braundsbedra die Seebrücke und der Aussichtsturm Leonhardt in der Marina, das Besucherzentrum mit einem kleinen Museum über den See sowie dem Archäologischen Museum Pfännerhall
  • In Frankleben, der Strand und einige Cafés
  • Ausichtsturm Klobiklauer Höhe
  • Straußenwirtschaft Goldener Steiger
  • Auf der Halbinsel Ströbnitz:
    • die Schutzhütte, welche Einblicke in die Bergbauzeit vermittelt
    • der "Geschiebegarten Nordisches Plateau" (Geschiebeblöcke – auch Findlinge genannt – die durch eiszeitliche Gletscher in der Region abgelagert wurden auf einem Rundweg mit Tafeln welche über die Herkunft und Geschichte informieren)
    • Beachclub, Zeltplatz, Tauchstation und die "Gulaschkanone"

Es gibt die Möglichkeit die beeindruckende Landschaft des Sees mit den Inseln bei einer Heißluftballonfahrt aus der Luft zu betrachten.